Vereinschronik

Man muss den Pionieren des Fußballsports in Pfahlheim in der Tat dankbar sein. Im Herbst 1947 - zu einer Zeit also, in der wohl jedermann genug zu "kratzen" hatte, um die Scharten des Krieges auszuwetzen - brachten sie gleichsam das Pendel einer Uhr in Schwingung, die bis zum heutigen Tag nicht mehr stillstand, ja die in heutiger Zeit wahrscheinlich wichtiger denn je ist. Denn welche Sparte des Lebens bietet uns denn mehr als unser geliebter Sport, der außer einem herrlichen Gemeinschaftsempfinden bei richtiger Betreibung auch ein wahres Gesundheitselixier (angesichts einer allgemein zunehmenden Bewegungsarmut) darstellt.

Als offizieller Gründungstag wurde seinerzeit der 1. November 1947 benannt. Die Tätigkeit des Vereins erstreckte sich damals selbstverständlich zunächst einmal auf den Fußballsport, und in der neu gewählten ersten Vorstandschaft fanden sich naturgemäß die Namen eben dieser Männer, die unseren SV ins Leben gerufen hatten:

1. Vorsitzender Feil, Hans
2. Vorsitzender Rothhammer, Karl (Leher)
Schriftführer Helmle, Karl
Kassierer Helmle, Karl
Techn. Leiter Vogt, Anton
Jugendleiter Hauber, Anton
Ausschuss Feil, Hans; Rothhammer, Karl; Helmle, Karl; Vogt, Anton;
Kurz, Erwin; Frosch, Josef; Feil, Otto; Stengel, Josef;

Erwähnenswert wäre darüber hinaus noch, dass der Verein bei der Gründung bereits etwa 70 Mitglieder zählte. Diese Zahl erhöhte sich bis zum heutigen Tag übrigens auf über 1000.

In der auf das Gründungsjahr folgenden Saison 1948/49 stieg man dann auch sogleich mit aller Entschlossenheit ins "harte" Fußballgeschäft ein. Es spielte dabei keine Rolle, dass der Ball hierzu entliehen werden musste und dass der Dress zunächst alles andere als einheitlich zu bezeichnen war. Derartige Kleinigkeiten wurden von einer ungeheuren Anfangsbegeisterung mühelos überbrückt.

Es zeigt den ersten Pokal, den eine Pfahlheimer Mannschaft überhaupt errang, und zwar bei einem Pokalturnier in Unterschneidheim während des Spieljahres 1948/49, bezeichnenderweise protzig auf einem "Melkschemel" postiert. Rechts daneben sind die stolzen Mannen zu erkennen, die diese Überraschung schufen. 
Angesichts solcher Erfolge stürzte man sich dann voller Elan und nunmehr mit Josef Schäffler als neuem ersten Vorsitzenden in die Spielrunde 1949/50. Das schier Unglaubliche gelang! Unter dem Jubel der Bevölkerung durfte die Mannschaft in die A-Klasse aufsteigen (Damals existierte noch keine C-Klasse). 
Unser folgendes Bild zeigt die erfolgreiche Mannschaft, der der Aufstieg in die A-Klasse auf Anhieb gelang.

 

 

 

 

 

 

 

In dieser untersten Klasse verblieb die Mannschaft nun auch während der nächsten Zeit. Während dieser Epoche wurden beispielsweise die mittlerweile zur Tradition gewordenen SV-Faschingsveranstaltung und in kultureller Hinsicht eine stets imponierende Weihnachtsfeier (die spätere Jahresabschlussfeier) ins Leben gerufen. Besonders hingewiesen werden muss an dieser Stelle auch auf das viele Jahre vom Sportverein ausgerichtete Kinderfest, das damals wie heute zu "den" Ereignissen für Jung und Alt zählt. Dass mittels dieser Veranstaltungen ganz natürlich auch die Vereinsklasse gesundete, sei nur nebenbei erwähnt.

An sportlichen und weiteren Höhepunkten sollten noch der 1952 errungene Pokal beim traditionellen Pokalturnier in Röhlingen sowie die im selben Jahr erfolge Verlegung des Sportgeländes, von der etwa entlegenen Pfahlheimer Heide, zum heutigen dorfnahen Sportplatzgebiet oberhalb des Kellerhauses, hervorgehoben werden. Ein weiterer Pokal konnte 1954 in Tannhausen gewonnen werden.

Mit dem Gewinn des "Virngrund-Ipf-Pokals" im Jahre 1955 neigte sich dann sozusagen die "Rothhammer-Ära" ihrem Ende entgegen. Altershalber trat er bei der Generalversammlung im Frühjahr 1956 den ersten Vorsitz an Bürgermeister Anton Vogt ab, der diesen bis 1974 zum allgemeinen Vereinswohl und zur Zufriedenheit aller Pfahlheimer Bürger innehatte. Mit zu seinem Verdienst mag es gerechnet werden, dass sich künftighin die innige Verbundenheit zwischen den Sportlern und der ihnen angegliederten Musikkapelle insbesondere bei Feierlichkeiten (wie beispielsweise dem Kinderfest) äußerst positiv auswirkte.

Aber auch die gelungene Abwicklung des 10-jährigen Vereinsjubiläums im Jahre 1957 war in der Hauptsache ihm zuzuschreiben. So gelang es seinerzeit beispielsweise, die KSV-Riege der Germania Aalen, die "kleine Inge" (Ingo Wagner), die "zwei Aalener Spionle" sowie einige Gymnastikgruppen des TSV Ellwangen zu verpflichten. Darüber intus wurden mit dem TV Neuler, dem VfB Tannhausen, dem FC Röhlingen und dem SV Jagstzell überaus schlagkräftige Turnierteilnehmer gewonnen.

Genau eine Woche nach diesem herausragenden Ereignis am 26.5.1957 übernahm dann unser SV die Patenschaft des inzwischen Neugegründeten DJK-SV Stödtlen, wozu auch die Musikabteilung mit einem feinen musikalischen Programm ihr gutes Scherflein beitrug. 

Im hierauf folgenden Vereinsjahr (1957/58) musste durch ein Entscheidungsspiel gegen Dorfmerkingen über die endgültige Meisterschaft in der C-Klasse entschieden werden. Dieses ging schließlich am 27. April 1958 vor einer großen Zuschauerkulisse in Oberdorf über die Bühne und wurde mit 3:1 Toren gewonnen, so dass unsere Mannschaft überglücklich den Weg zurück in die B-Klasse antreten dufte (mittlerweile war auch die C-Klasse im Kreis Aalen eingeführt worden). 

Vom Spieljahr 1959/60 ist nun allerdings wenig Erfreuliches zu berichten. Unsere zunächst so hoffnungsvolle Elf musste nämlich wieder den bitteren Weg des Abstiegs gehen. Das Pendel zwischen B- und C-Klasse hatte also in Pfahlheim wieder einmal nach unten ausgeschlagen.

Einen Lichtblick stellte während dieser Zeit eigentlich nur die von langer Hand geplanter Fahnenweihe mit Pokalturnier und Festbankett dar, für die der Pfahlheimer Liederkranz Dankbarerweise die Patenschaft übernommen hatte.Einen Lichtblick stellte während dieser Zeit eigentlich nur die von langer Hand geplanter Fahnenweihe mit Pokalturnier und Festbankett dar, für die der Pfahlheimer Liederkranz Dankbarerweise die Patenschaft übernommen hatte.